Über 200 Jahre Aug. Heuer

Am 2. Oktober 1798 beginnt mit der Hochzeit von Caspar Heinrich Heuer aus Laer und Clara Elisabeth Schowe aus Iburg unsere Firmengeschichte.

Zunächst verdient er sich den Lebensunterhalt mit Blaufärben und Rollomalerei, aber bald wird mit Waren des täglichen Bedarfs gehandelt. In der Bevölkerungsliste von 1819 ist Caspar Heinrich Heuer als Kaufmann und Glaser eingetragen. Nach seinem Tod im Jahre 1830 führt seine 3. Frau Maria Catharina geb. Brune mit viel Geschick und Umsicht das Geschäft weiter. Sohn August – geb. 1824 – tritt mit in das Geschäft ein.

1865 wird das Handelsregister neu eingeführt. Am 1.Februar. erfolgt unter Nr. 5 die Eintragung der Firma Aug. Heuer Manufaktur, Colonialwaren- und Eisenwarenhandlung.

Ein Bild aus alten Tagen - entstanden um 1900

Ständig wird das Sortiment erweitert. Bedeutend wird auch der Handel mit Sämereien. Bei den Bauern der ganzen Gegend sind Heuers für die hochwertigen Sämereien bekannt.

Um die Jahrhundertwende übernehmen die Brüder August und Heinrich das Geschäft in der 3. Generation. Der Handel mit Herden – damals noch Kochmaschinen genannt – und Öfen nimmt zusätzlich eine wichtige Rolle ein.

Die Inflation von 1923, die Weltwirtschaftskrise Anfang der 30er Jahre und der 2. Weltkrieg bis zur Währungsreform 1948 beeinträchtigen den Handel in starkem Maße.

Von der Front zurückgekehrt, tritt Hans-Hermann Heuer – geb. 1923 – 1945 in die Firma ein und ist seit dieser Zeit der Motor des Geschäftes.

Auf der Suche nach neuen Umsatzmöglichkeiten wird Anfang der 50er Jahre eine kleine Destillations- und Likörfabrik eingerichtet. Die selbst hergestellten Spirituosen werden auch an den Großhandel der Umgebung geliefert.

1964 wird das zweite Eduscho-Depot Deutschlands in unserem Hause eröffnet.

1969 erfolgt der große Neubau. Alle alten Fachwerkbauten werden abgerissen, nur der Bauteil von 1935 mit der Vorderfront bleibt bestehen. Mit dem Neubau wird auch die Destillation und Likörfabrik aufgegeben. Nun stehen zu ebener Erde 350 qm Verkaufsfläche zur Verfügung, davon 120 qm für die Lebensmittelabteilung und 230 qm für die Glas- und Porzellanabteilung. Im Untergeschoß befindet sich die Abteilung Hausrat und Gartenmöbel auf ca. 120 qm.

1975 werden wir in das Genossenschaftsregister der EK Bielefeld eingetragen.

Nach über 180 Jahren wird die Lebensmittelabteilung im Jahre 1980 aufgegeben.

Ständig wird im Laden modernisiert und aktualisiert. Verstärkt werden höherwertiges Porzellan, Glas, Bestecke und Hausrat in das Programm aufgenommen, Gartenmöbel aus dem Programm gestrichen.

1994/1995 wird durch einen größeren Bauabschnitt die Hausratabteilung auf 250 qm erweitert. Es entsteht ein zusätzlicher Eingang und Parkplatz vom Hagenpatt.

Seit dieser Zeit kümmert sich Reinhard Heuer – geb. 1961 – in der 5. Generation besonders um die ständige Ausweitung und Aktualisierung des Angebotes.